Der einzige Indikator, der übrig bleibt, wenn alles andere verfliegt

Wir leben in einer wunderbaren Zeit. Wunderbar… und völlig absurd. Noch nie zuvor gab es so viele Statistiken über Radfahrer. Leistung, Trittfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, geschätzte VO2max, FTP, TSS, IF, NP, Rechts/Links-Balance, Pedaliereffizienz, Quadrantenleistung, geschätzte Sprunghöhe, Muskelsättigung, lokale Desoxygenierung, Pedalkontaktzeit, vertikale Oszillation, Bergleistung, Sprintleistung, Schwellenleistung, Stehleistung, Leistung im Regen, Leistung nach dem Kaffee… Wir könnten fast die Leistung der Leistung messen. Und doch hatte der Radfahrer noch nie so verloren gewirkt.Denn indem wir versuchen, alles zu messen, verlieren wir das Wesentliche aus den Augen. Stellen wir uns also eine radikale Welt vor. Eine Welt, in der alles verschwindet. Keine Sensoren mehr. Kein Garmin mehr. Kein Strava mehr. Keine Excel-Dateien mehr. Keine Diagramme mehr. Keine farbigen Zonen mehr. Keine „Trainingsbelastung“ mehr. Keine „Spitzenwerte“ mehr. Eine Welt, in der nur noch ein einziges Kriterium zur Definition eines Radfahrers übrig bliebe. Welches sollte man wählen?

Von Jeff Tatard – Fotos: DR 

Die Versuchung der Macht

Viele würden spontan sagen: die durchschnittliche Leistung. Oder besser: der FTP-Server. Schließlich ist das FTP zu einer Art modernem Heiligen Gral geworden:

  • Sie erstellt eine Rangliste der Radfahrer.
  • Sie legt die Trainingspläne fest.
  • Sie strukturiert die Gruppen.
  • Es befeuert Vergleiche.
  • Es nährt das Ego.

Mais FTP ist eine verführerische Illusion. Sie ist ungemein präzise… und zutiefst… unvollständig. Zwei Radfahrer können denselben FTP-Wert haben und dennoch Welten voneinander entfernt sein: Der eine kann nicht einmal 10 Minuten lang eine hohe Intensität durchhalten, der andere hingegen eine Stunde lang Vollgas geben. Der FTP-Wert misst die Leistungsfähigkeit, nicht den Radfahrer selbst.

Die Versuchung des Gewichts

Andere würden eher dazu tendieren Gewicht. Besonders in einem Land, das Bergpässe liebt. Doch das Gewicht allein sagt schon alles. Ein leichter Bergfahrer kann anfällig, unbeständig oder ineffektiv sein. Ein schwererer Radfahrer hingegen kann unglaublich effizient sein, über eine enorme Ausdauer verfügen und taktisch überragend sein. Das Gewicht beschreibt den Körper, nicht den Läufer.

Das Problem ist nicht, was die Waage anzeigt… sondern was wir glauben, was sie über uns aussagt.

Die Verlockung von VO2max

Sehr wissenschaftlichSehr nobel, sehr physiologisch. Aber die VO2max ist eine Obergrenze, keine Leistungsgrenze. Ein Läufer kann eine enorme VO2max haben und trotzdem ein sehr schlechter Radfahrer sein … weil er nicht weiß, wie er seine Anstrengung einteilen, leiden, vorausschauend handeln oder einfach durchhalten soll. VO2max misst das Potenzial, nicht die Realität.

Na und?

Wenn wir behalten müssten ein einzelner IndikatorDer einzig wahre Marker für einen Radfahrer wäre:

  • Einfacher
  • universal
  • Revélateur
  • Zutiefst menschlich
  • Und unmöglich zu betrügen

Keine kalte Statistik. Keine abstrakte Zahl. Wir brauchen einen Indikator, der eine Geschichte erzählt. Der Radfahrer in seiner unverfälschtesten Form. Und dieser Indikator existiert.

Zwischen dem Laborfahrrad und dem Alltagsfahrrad wird der Radfahrer nicht allein durch seine Wattzahl oder VO2max definiert… sondern durch das, was er tatsächlich auf dem Fahrrad leistet. route.

Der einzige Indikator, der zählt: Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit. route üblich

Nicht bei einem legendären Anstieg. Nicht auf einem Strava-Segment. Nicht auf einem test von 20 Minuten. Aber an IHRE route. Die Strecke, die du in- und auswendig kennst. Die Strecke, auf der du spürst, wenn der Wind dreht. Die Strecke, auf der du jede Unebenheit, jede Kurve, jeden falschen Flachpass kennst. Deine route des Alltags. Denn dort wird alles enthüllt.

Ihr körperlicher Zustand? Ja.
Bist du müde? Ja.
Ihre Motivation? Ja.
Ihr Aufwandsmanagement? Ja.
Ihr mentaler Zustand? Ja.
Ihre Vorgehensweise? Ja.
Ihr Rhythmusgefühl? Ja.

Auf deinem route Wie immer gilt: Schummeln ist nicht möglich. Du weißt, wann du stark bist. Du weißt, wann du müde bist. Du weißt, wann du Fortschritte machst. Du weißt, wann du Rückschritte machst. Und vor allem: Du spürst all das ohne Bildschirm.

Warum es intelligenter ist als jeder Sensor

Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Ihrem route „üblich“ ist ein globaler Indikator. Es ist integriert;

  • Deine Kraft
  • Ihre Aerodynamik
  • Wählerposition
  • Ihr Fitnesslevel
  • Ihre Genesung
  • Und sogar deine Moral

Es handelt sich um „Live“-Daten.Es ist keine Labormessung. Es erzählt eine Geschichte. Deine Geschichte.

Das großartige Paradoxon

In einer Welt, in der Messungen an Übertreibung grenzen, ist der beste Indikator nicht der ausgefeilteste. Er ist der einfachste. Keine Kurve. Kein Algorithmus. Keine Formel. Einfach: "Heute, an meinem routeIch war schneller unterwegs." Und das kann Ihnen kein Sensor jemals stehlen.

Fazit (sehr 3bikes)

Der moderne Radsport hat uns außergewöhnliche Hilfsmittel beschert. Doch manchmal hat er uns das Wesentliche vergessen lassen: Radfahren ist keine exakte Wissenschaft. Es ist ein Gefühl, ein Rhythmus, ein Atemzug, eine innige Beziehung zu dem route.

Und wenn nur eine Zahl übrig bleiben könnte, wäre es vielleicht die bescheidenste: Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit auf Ihrer üblichen Strecke. Denn dort, jenseits der Wattzahlen, der Algorithmen und der Diagramme, bleibt ein Radfahrer, ein Fahrrad, ein route… und die einfache Wahrheit der Anstrengung.

=> Alle Berichte Mag

=> Um weiter zu gehen: wie Quantifizierung zu einem kulturellen Wert wurde zwischen Meisterschaft, Leistung und ständigem Vergleich.

Jean-François Tatard

- 44 Jahre alt - Multidisziplinärer Sportler, Verkaufstrainer und Sportberater. Seit 10 Jahren Mitarbeiter auf spezialisierten Websites. Seine sportliche Karriere begann fast so schnell, wie er laufen lernte. Radfahren und Laufen wurden schnell zu seinen Lieblingsfächern. In jeder dieser beiden Disziplinen erzielte er Ergebnisse auf nationaler Ebene.

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